Resolution

RESOLUTION: Kö-Bogen – Hofgarten – Bepflanzung

Die Vereine der AGD haben am 24. Januar 2011 in der Mitgliederversammlung in der Deutschen Bank folgende Resolution beschlossen:

Das von Professor Eller moderierte Werkstattverfahren der Kö-Bogen-Planung hatte zum Ziel, den Hofgarten als einmaliges Zeugnis deutscher Gartenbaukunst des 18. / 19. Jahrhunderts in seiner Originalität wiederherzustellen und auf Dauer zu erhalten. Die Heimat- und Bürgervereine steuern dieses gemeinsam erarbeitete Ziel konsequent an.

1. Aktuelle Situation der Grüngestaltung

Die Heimat- und Bürgervereine betrachten sich seit der gemeinsamen Aktion zur Rettung des Hofgartens 1961 als Wächter dieses Zeugnisses europäischer Gartenkunst. Die unterschiedlichen in den letzten Monaten der Öffentlichkeit gezeigten Pläne lassen darauf schließen, dass zur Zeit eine große Unsicherheit hinsichtlich der endgültigen Planung besteht. In Anbetracht der weiter fortschreitenden Baumaßnahme des „developers“ ist es dringend an der Zeit, eine eindeutige Aussage durch ein Gutachten eines/r kompetenten Garten- und Landschaftsplaner/in zu veranlassen. Da der Rat in den nächsten Monaten eine klare Entscheidung treffen muss, ist es wichtig, dass die noch offenen Fragen kompetent und fair in der Öffentlichkeit diskutiert werden.

2. Allee Landskrone

Die AGD erinnert an die im Werkstattverfahren von der Stadt gemachte Zusage, durch das Projekt einen Rückbau der Hofgartenanlage, wie sie vor den Eingriffen von Professor Tamms existiert hat, zu bewirken. Die von Professor Tamms gebauten Passagen an der Königsallee und am Jan-Wellem-Platz sollen ebenso wie die von Tamms geschaffene Verkleinerung der Landskrone zurückgebaut werden. Der am Wasser in Tieflage entlanggeführte Weg ist nach Entfallen der Passagen überflüssig. Die Wegeverbindungen sollen oberirdisch auf dem Niveau der Kö erfolgen.

Die Politiker werden aufgefordert, die im Werkstattverfahren erarbeitete Grundaussage zur Wiederherstellung des Hofgartens und die Schaffung einer Allee entlang der Landskrone bei ihren Beschlüssen zu berücksichtigen, da der von der Stadt Düsseldorf im Werkstattverfahren auf die Planung Weyhes gelegte Schwerpunkt Voraussetzung für die Stellungnahme der Vereine zum Verzicht des Tausendfüßlers war.

3. Verbindung der beiden Hofgartenteile

Die Heimat- und Bürgervereine haben 1959 die von Professor Tamms geplante, die Kaiserstraße überspannende Fußgängerbrücke zur Offenhaltung der Blickachse abgelehnt und die Schaffung einer sicheren Verbindung der beiden Hofgartenteile durch die Hofgartenpassage erreicht. Die Anfragen, wie zukünftig der Ersatz für die Hofgartenpassage aussieht, sind bisher nicht beantwortet worden. Da die Stadt bei den Verkehrsstraßen nur den Kfz-Verkehr in Tunnellage, nicht jedoch den schienengebundenen Verkehr berücksichtigt hat, ist unklar, wie die fußläufige Verbindung zwischen den Hofgartenteilen aussieht, wenn die Hofgartenpassage entfällt. Die von den Düsseldorfer Jonges ins Gespräch gebrachte Lösung zur Verlängerung des Tunnels bis in die Kaiserstraße bietet die Chance in sich, die Hofgartenpassage zu belassen.

4. Tausendfüßler – städtebauliche Begründung

Der im B-Plan Kö-Bogen II vorgesehene Abbruch des Tausendfüßlers bedarf einer städtebaulichen Begründung, die sich auch auf die Verbindung der beiden Hofgartenteile für die Fußgänger beziehen muss ebenso wie die Weiterführung der ebenerdigen Fußwege aus dem Gebiet des B-Plans Kö-Bogen II in den Bereich der Landskrone und Königsallee.

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